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Samstag, 25. Mai 2013

Buchvorstellung "Cremes und sanfte Seifen"

In einem Secondhandbuchladen fand ich ein Buch, welches ich für ein "Koch deine eigene Seife"-Buch hielt. Aber nur im ersten Moment. Im zweiten Moment haute es mich förmlich aus dem Sulki!


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Hier geht es um den Aufbau von Fetten, die ja in Cremes gehören.

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Der pH-Wert, was ist wie sauer und wie steht das im Verhältnis zu unserer Haut?

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Verschiedene Fettsäuren, deren Kettenlänge und Doppelbindungsanzahl. Dazu ein sehr eindrucksvolles Bild, das jede dieser Fettsäuren als Reinstoff zeigt. Die ohne Doppelbindungen sind alle fest, die mit flüssig.

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Emulsionen, was das ist, wie man das erreichen kann und wieso eine Creme eine Emulsion sein sollte statt einem Reinfett.


Man sieht schon, was ich meine: Ein theoretischer Teil mit Chemiegrundlagen! Vor lauter Entzückung kaufte ich das Buch.
Es wird komplett erklärt, wozu man eigentlich Cremes verwendet und warum das sinnvoll ist. Die Wirkungsweise wird erklärt, welche Bestandteile in Cremes wie wirken, warum einige Inhaltsstoffe zu meiden sind (damals gab es z.b. Probleme mit Schadstoffen in Schafswollfett, weswegen Lanolin dann auch nirgendwo auftaucht).
Es sind einige Rezepte enthalten für Cremes mit verschiedenen Aufgaben. Dann gibt es noch einen Teil zu Sonnenmilch, wieder mit warum, wie wirkt es, was sollte rein.

Auf das Kapitel zu Seife hatte ich mich am meisten gefreut. Jedoch wurde das gestrichen, weil sich keine anständige Kernseife herstellen ließ, die besser als herkömmliche Kernseife ist oder in irgendeiner Weise vielleicht auch günstiger. Überfettete Seifen und solche, die nicht ausgesalzen sind, wurden nicht angesprochen. Statt dessen finden sich viele flüssige Waschemulsionen zum Gesicht waschen, als Duschgel und so weiter.

Danach kommt noch ein Haarekapitel, das natürlich wieder komplett darauf eingeht, was Haare sind, welche Pflege sie brauchen, was man in sein Shampoo mischen kann und sollte und was weggelassen werden sollte.

Ich finde das einfach unglaublich toll! Es wird ein riesiger Teil an Hintergrundwissen gegeben, der mehr Platz einnimmt, als die Rezepte selbst. Von anderen Büchern kenne ich es eher so, dass es 1-2 Seiten Hintergrund gibt und der Rest dann nur aus Rezepten und Fotos besteht.  Selbst wenn man eigentlich nichts mischen will, ist dieses Buch sehr wertvoll, weil man so viel lernen kann. Ich wusste vorher zum Beispiel nicht, dass Cremes Emulsionen aus Fett und Wasser sein sollten, weil der Film, den die Haut bildet, dies ebenso darstellt. Und so macht es auch Sinn, warum ich mich mit reinen Ölen und reinen Fetten immer wie eine eingelegte Ölsardine gefühlt habe.


Das Buch wird natürlich nicht mehr gedruckt, aber man bekommt die Gebrauchtauflagen überall im Netz verstreut für kleines Geld. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mehr über Pflegeprodukte in Bezug auf den Körper wissen will! Und vielleicht packt einen dabei ja das Verlangen, mal was selbst zu mischen :) Ich denke jedenfalls immer noch darüber nach, ob ichs nicht doch mal versuchen sollte.

Kommentare:

  1. Ich glaube das Buch brauch ich auch! Hat mich grade sehr neugierig gemacht :D

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